Bei uns stehen die Kinder im Mittelpunkt.
Als wachsende Persönlichkeiten fordern sie uns heraus,
ihre Lebendigkeit, ihre Neugierde, ihre Kreativität
und ihre Experimentierfreude zu begleiten.
2. Unterricht
2.1. Soziales Lernen
Folgende Schwerpunkte haben wir uns gesetzt:
Die Kinder sollen jeden Mitschüler als individuelle Persönlichkeit mit allen seinen Stärken und Schwächen akzeptieren. Fairness, Hilfsbereitschaft und Toleranz spielen dabei eine große Rolle. Zur Stärkung des sozialen Engagments der Kinder werden z. B. Streitschlichter der Woche gewählt oder es kümmern sich
"Sanitäter" der Klassen 3 oder 4 um verletzte Kinder in den Pausen.
Im Klassenrat, als festem Bestandteil unseres Unterrichts, sollen die Schüler lernen, Probleme und Konflikte verbal
und gewaltfrei zu lösen, indem sie versuchen das Problem des anderen Kindes zu verstehen.
Die Kinder sollen lernen, mit ihren Lern- und Arbeitsmaterialien und dem Schuleigentum sorgsam und verantwortlich
umzugehen. Zur Förderung der Eigenverantwortlichkeit tragen unter anderem die Klassenämter bei.
Die Kinder der vierten Klassen unterstützen als Paten die Erstklässler im 1. Schuljahr und helfen ihnen, sich im
Schulalltag zurechtzufinden.
"Gesund, stark und selbstbewusst - so sollen unsere Kinder heranwachsen" - das ist der Zeitgedanke des Projektes
Klasse 2000 und der Grund dafür, dass wir dieses Programm zur Gesundheitsförderung den Kindern in zwei bis drei
Unterrichtsein-heiten pro Jahr nahe bringen möchten. Wir wollen die Kinder darin unterstützen gesund aufzuwachsen und
ihr Leben, ohne Sucht und Gewalt meistern zu können.
Im Bereich jahrgangsübergreifender Projekte in den Klasse 1 und 2, im Sportunterricht oder während der
Arbeitsgemeinschaften/Projektstunden und Denksport der 3. und 4. Klassen lernen die Kinder u. a. aufeinander
Rücksicht zu nehmen, sich gegenseitig zu akzeptieren und kooperativ zu handeln.
2.2. Fördern und Fordern
Gemäß unserem Anliegen wollen wir jedes Kind auf seinem Lernniveau zur individuellen Bestleistung führen. Dafür ist es notwendig, die Kinder zielgerichtet zu beobachten, um Entwicklungsstände festzustellen. Fehler nutzen wir als Chance, indem wir sie analysieren. Die Lernkompetenz der Kinder fördern wir durch Ermutigung, Motivation, Unterstützung und durch:
Differenzierung in den Unterrichtsfächern sowohl quantitativ als auch qualitativ u. a.
durch geöffnete Arbeitsformen sowie durch den Einsatz unterschiedlicher
Sozialformen.
Förderunterricht "Deutsch" und "Mathematik" in den Klassen 1 bzw. 2.
Unterstützung im Unterricht durch den LiV, Studenten und FSJler.
eine "offene Förderzeit" für die Klassen 3 und 4 (Zeitrahmen: Montag bis Freitag
7.30 - 7.55 Uhr): Die Kinder werden im Wechsel im Bereich des mündlichen Sprachhandelns, im Bereich des Lesens
und im Bereich individueller Lernziele gefördert.
eine jahrjangs- und fächerübergreifende Projektstunde in Deutsch/HSU für die Klassen 3 und 4
mit Präsentationen und Ausstellen der Ergebnisse.
eine tägliche Sportstunde in den Klassen 1 und 2 zur Förderung von Motorik, Rhythmusgefühl und Wahrnehmung.
zusätzliche Angebote von Arbeitsgemeinschaften im Bereich Sport, Kunst, Musik und Wissenschaft.
eine Unterrichtseinheit zum Thema "Das Lernen lernen" in den Klassen 3 und 4.
eine stärkere Berücksichtigung des sinnentnehmenden Lesens im Unterricht.
Angebote von Unterrichtsmaterialien in den Klassenräumen, auf die die Kinder zu
jeder Zeit Zugriff haben.
die Einrichtung einer Kindersprechstunde, in der die Kinder sich über ihren
Leistungsstand informieren können und Tipps für ihre Weiterentwicklung bekommen.
zweijährlich ein Kreativwettbewerb im Bereich Kunst/Werken.
die Arbeit mit Lernplänen, Beobachtungs- und Diagnosebögen, Verträgen etc. unter
Einbeziehung der Eltern, um die Kinder in einzelnen Bereichen gezielt zu fördern.
die Auswertung der Ergebnisse von Vergleichs- und Parallelarbeiten in
Fachkonferenzen - sowohl schulintern als auch in Zusammenarbeit mit den benachbarten Schulen.
regelmäßiges Informieren der Eltern über Anforderungen, Bildungsstandards und
Leistungsniveaus der Kinder auf Elternabenden und in der Elternsprechstunde.
2.3. Gesundheit
Wir fördern und bahnen eine gesunde Lebensweise an durch unsere Vorbildfunktion: Die Lehrkräfte
rauchen nicht,
trinken (Wasser, ungesüßten Tee) im Unterricht,
bewegen sich und
beachten die Leistungskurve der Kinder.
Die Kinder
dürfen im Unterricht Wasser trinken.
können sich im Klassenraum bei der Auswahl verschiedener Lernangebote im Unterricht bewegen.
werden an die Sitzhaltung erinnert.
können in den Pausen unterschiedlichste Bewegungs- und Spielangebote wahrnehmen.
erhalten in den Klassen 1 und 2 jeden Tag eine Sportstunde.
sitzen auf bzw. an ergonomischem Mobiliar.
sollen ohne Süßigkeiten den Vormittag verbringen.
dürfen bei Geburtstagen Naschis bewusst genießen.
nehmen im 1. bzw. 2. Schuljahr am Projekt "Teddybärkrankhaus" teil.
nehmen im 3. bzw. 4. Schuljahr an einem Erste-Hilfe-Kurs für Kinder teil.
2.4. Schuleingangsphase
Folgendes Konzept, das regelmäßig evaluiert und weiter entwickelt wird, liegt unserer Schuleingangsphase zugrunde:
2.4.1. Lernstandsdiagnostik
Die Eingangsdiagnostik muss kindgerecht gestaltet sein. Sie muss treffende Aussagen über verschiedene, für einen
gelingenden Schulanfang wichtigen Bereiche machen, damit die Kinder ihren Lernvoraussetzungen entsprechend gefördert
werden können.
Es werden klar abgrenzbare Kompetenzbereiche überprüft:
Phonologische Bewusstheit,
Vorzahlige Einsichten,
Graphomotorik /Feinmotorik,
Sprache,
Informationsverarbeitung,
Merkfähigkeit,
Lagebeziehung.
Aus dem Testergebnis können wir Förderschwerpunkte ableiten und festlegen sowie Sprintbedarf (Sprachintensivförderung)
bei Kindern erkennen. Der Bereich Körperkoordination wird durch eine gemeinsame Sportstunde mit allen Schulanfängern
erfasst. Im Bedarfsfall nutzen wir die unterstützende Beratung durch außerschulische Partner (Mediziner, Therapeuten,
Sprachheilschule, Förderzentrum, ...). Damit wir die Kinder vom ersten Schultag an bestmöglich fördern können, laden
wir Kinder, die in ihrer Entwicklung eher etwas zurück oder weit fortgeschritten sind, im April/Mai zu einem
zweiten Gespräch ein. In alle Gespräche mit Kindern, Eltern und Kita sind die Schulleiterin und die zukünftige
Klassenlehrerin der 1. Klasse eingebunden.
2.4.2. Zusammenarbeit mit Kindergarten und Eltern
Um die Kinder in der Eingangsphase angemessen fördern zu können, ist im Vorwege neben einer
Lernstandsdiagnostik eine enge Zusammenarbeit mit Kindergarten und Eltern notwendig. Daher wird den Eltern schon vor
der Anmeldung das pädagogische Konzept der Schule bei einem Elternabend vorgestellt. Mitarbeiterinnen von Schule und
Kindergarten treffen sich nach der Eingangsdiagnostik, um sich über Möglichkeiten einer intensiven Förderung der
Kinder auszutauschen. Grundlage für dieses Gespräch bilden die Testergebnisse sowie die Dokumentation über die
Entwicklung der Kinder des Kindergartens. Nach der Auswertung der Eingangsdiagnostik finden Absprachen mit dem
Kindergarten über vorschulische Fördermaßnahmen statt, wobei auch außerschulische Partner (s.o.) zurate gezogen
werden. Die Entwicklung der Kinder wird dabei weiter dokumentiert. Ein Elternbrief und nach Bedarf eine Beratung der
Eltern im Zusammenhang mit einer zweiten Lernstandsdiagnostik gibt konkrete Hinweise für spielerische und
erzieherische Unterstützungsmöglichkeiten.
Eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule ist eine Grundvoraussetzung für die
positive Gesamtentwicklung des Kindes. Dabei bieten wir neben einer ständigen Gesprächsbereitschaft über den
Entwicklungsstand der Kinder themenbezogene Elternabende und die Möglichkeit der
Hospitation im Unterricht an. Auch die Mitarbeiterinnen des Kindergartens hospitieren regelmäßig im Unterricht des
1. Schuljahres, um sich über die Anforderungen in der Eingangsphase und die Fortschritte der Kinder zu informieren.
Die in diesem Besuch gewonnen Erkenntnisse fließen dann in die tägliche Erziehungsarbeit des Kindergartens und in
die Gespräche mit den Mitarbeiterinnen der Schule ein.
2.4.3. Unterrichtsorganisation und –gestaltung
Wir arbeiten in der Eingangsphase jahrgangsbezogen, öffnen uns aber in bestimmten Bereichen. Für
Kinder, die in einigen Bereichen entwicklungsverzögert sind, bieten wir - zeitlich begrenzt - einen reduzierten
Stundenplan an. Feste Rituale und eine altersgemäße Rhythmisierung des Vormitttages, welche auch eine tägliche
Sportstunde beinhaltet, bilden die Grundlage des Unterrichts. Das Angebot unterschiedlicher Fähigkeitsstufen
ermöglicht den Kindern individuelles Lernen und erfordert von den Lehrkräften eine genaue Diagnostik des Lernstandes
sowie eine Handlungsplanung, deren Umsetzung und Evaluation.
Zur weiteren Förderung bieten wir den Kindern ganzheitlich orientierte - auch fächer- und jahrgangsübergreifende
- Arbeitspläne und Werkstätten an (1 - 2 mal im 2. Halbjahr; Klasse 1/2 und Klasse 1/4).
Zudem trainieren wir den Bereich "Wahrnehmung" durch Übungen zur phonologischen Bewusstheit, zur Raum-Lage-Beziehung
und zur Körperwahrnehmung. Die Körperwahrnehmung und Motorik stärken wir durch in den Unterricht integrierte
Bewegungsphasen und -spiele, Stille- und Konzentrationsübungen.
Signale und Rituale geben dem Unterrichtstag Struktur, Orientierung und Sicherheit. Weitere Unterstützung finden die
Kinder durch das Patenkonzept mit dem
vierten Schuljahr. Die Patenschaft umfasst gemeinsame Projekte von Klasse 1 und 4 und die Förderung der sozialen
Kompetenz durch die Fürsorge und Vorbildfunktion der Viertklässler. Leistungsstärkere und leistungsschwächere Kinder
können in Teamstunden (Einsatz einer 2. Lehrkraft oder des FSJlers) gezielt gefördert werden.
Bei einem Kindersprechtag haben die Kinder die Möglichkeit, über ihre Sorgen, Wünsche und ersten Erfolge zu sprechen.
Die Eltern erhalten nach den Herbstferien bei einem Elternsprechtag die Gelegenheit, sich mit den
Lehrern/Lehrerinnen über den Schulstart ihres Kindes auszutauschen.
2.4.4. Flexible Verweildauer
Schnell lernende Kinder haben die Möglichkeit zeitweilig oder dauerhaft am Unterricht des
2. Schuljahres teilzunehmen. Umgekehrt können langsam lernende Kinder im 2. Schulbesuchsjahr bestimmte Lerninhalte
des 1. Schuljahres noch einmal intensiv erarbeiten. Dies erfordert einen regelmäßigen Austausch der Kolleginnen der
Klassen 1 und 2 und ein Unterrichtsangebot, dass auf Kinder mit Lernmappen individuell abgestimmt ist.
Jahrgangsübergreifende(r) Projekte/Unterricht der Gruppen 1 und 2 ermöglichen den Kindern, sich näher kennen zu
lernen, fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl, erleichtern den Kindern einen möglichen Wechsel von einer Gruppe in
die andere und fordern Kinder heraus gemeinsam Probleme zu lösen.
2.5. Fachcurriculum
Für uns hat die Vermittlung der Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben, Rechnen sowie die Entwicklung
eines Bewusstseins für Umwelt und Natur einen hohen Stellenwert. Wir wollen den Kindern in den musischen Fächern und
im Sportunterricht die Möglichkeit geben, ihre Kreativität zu entdecken und ihre Fähigkeiten durch breit gefächerte
Angebote weiter zu fördern. Die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Kinder erfordern dabei Differenzierung,
Lernen mit allen Sinnen und handlungsorientiertes Arbeiten. Durch Beobachten, Forschen und Experimentieren wollen
wir ein Verständnis für Natur und Umwelt wecken. Das Anbahnen der Kompetenzen Selbstständigkeit, Kooperation und
Eigenverantwortlichkeit sollen die Kinder auf das Leben vorbereiten. Dazu tragen Unterrichtsformen wie Gruppenarbeit,
Partnerarbeit, Arbeiten in Projekten u.s.w. bei.
3. Alle miteinander...
. . Eltern, Gemeinde, Kindergarten, weiterführende Schule, Vereine, Kirche, . . .
d a s m a c h t u n s s t a r k!
3.1. ... in der Schule
Uns ist es wichtig in einer Atmosphäre zusammenzuarbeiten, in der sich sowohl Kinder, Eltern
und Lehrkräfte angenommen fühlen, wo Ideen gedeihen können, wo offen diskutiert werden kann und wo ein regelmäßiger
Austausch stattfindet. Eine positive Lernatmosphäre soll die Lernfreude und Bereitschaft zum Lernen fördern.
3.2. ...mit unseren Eltern
Viele Aktionen an unserer Schule sind nur möglich, weil sich die Eltern engagiert einbringen.
Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern ist sehr intensiv und reicht von gemeinsamen Konferenzen über
Elternabende für alle Eltern der Schule zu einem bestimmten Thema bis zu gemeinsamer Teilnahme an
Fortbildungsveranstaltungen.
3.3. ... mit dem Kindergarten
- Die Mitarbeiterinnen der Schule treffen sich einmal im Jahr mit den Mitarbeiterinnen
des Kindergartens, um gegenseitige Erwartungen abzusprechen und Erfahrungen
auszutauschen. Die Leiterinnen beider Institutionen nutzen mehrmals im Jahr die
Möglichkeit Absprachen zu treffen etc.
- Gemeinsame Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen.
- Es findet unter Beachtung des Datenschutzes mit Einverständnis der Eltern ein
Austausch über die zukünftigen Erstklässler statt.
- Mitarbeiterinnen der Schule besuchen die Vorschulaktionen im Kindergarten.
- Die zukünftigen Paten besuchen ihre Patenkinder bereits im 3. Schuljahr bei einer
Vorschulaktion, wo gemeinsam etwas erarbeitet wird, um sich näher kennen zu
lernen.
- Die Vorschulgruppe arbeitet im letzten ¼ Jahr vor Schulbeginn an einem Projekt.
Die Ergebnisse dieses Projektes werden mit in die Schule genommen und dort weiter
bearbeitet, um den Kindern den Übergang zu erleichtern und ihnen etwas Vertrautes
anzubieten.
- In den letzten Wochen vor Schuljahresende besuchen die zukünftigen Erstklässler in
Kleingruppen den Unterricht der 1. Klasse.
- Vor der Anmeldung der Kinder und den Einschulungsgesprächen geht die Schulleiterin zu einem Elternabend in den
Kindergarten, um den Eltern die Schule und den Ablauf der Einschulung vorzustellen.
- Die Mitarbeiterinnen des Kindergartens nehmen am zweiten Elternabend der 1.
Klasse in der Schule teil, um sich dort über den Start der Kinder, Arbeitsmethoden,
Wünsche und Probleme der Eltern etc. zu informieren.
3.4. ... in Arbeitsgemeinschaften
Ab Klasse 2 haben die Kinder die Wahl zwischen unterschiedlichen Arbeitsgemeinschaften. Eine
Theater- und Tanz-AG werden am Schulvormittag angeboten. Am Nachmittag gibt es bis auf die Holz- und die
Schulgarten-AG sportlich orientierte Angebote, die sich u. a. an den Neigungen der FSJler orientieren (Akrobatik,
Ballsport, Tischtennis, Leichtathletik, . . .). Mit unseren Arbeitsgemeinschaften erreichen wir gut 90 % der Kinder.
3.5. ... mit dem Sportverein
Durch die Kooperation von Sportverein, Gemeinde Nübbel und Schule ist es möglich, einen
Absolventen/eine Absolventin eines "Freiwilligen Sozialen Jahres" in den Unterricht der Schule einzubringen. Die
Klassen 1 und 2 können sich somit jeden Tag auf eine Sportstunde freuen. Wir erhoffen uns von dem zusätzlichen
Sportunterricht eine Förderung von Motorik und Rhythmusgefühl, was sich letztendlich positiv auf die Schulfächer
auswirken wird. Natürlich soll auch der Spaß an der Bewegung nicht zu kurz kommen und die Möglichkeit gegeben werden,
Spannungen abzubauen. Entspannte Kinder im Unterricht und kaum aggressives Verhalten in den Pausen ist schon jetzt
zu beobachten. Die FSJler unterstützen uns auch in der täglichen Unterrichtsarbeit und stehen den Kolleginnen im
Unterricht zur Verfügung.
3.6. ... bei Feiern und Veranstaltungen
Es gibt einige Veranstaltungen im Jahreslauf, die an die Traditionen der Schule anknüpfen, wie
Laterne laufen, der Besuch des Weihnachtsmärchens, die Gestaltung eines Seniorenkaffees, Vogelschießen und alle 2
Jahre Bundesjugendspiele (im Wechsel mit einem Sport- und Spieletag).
Wieder aufleben lassen haben wir einmal jährlich einen Ausflug mit der ganzen Schule und alle zwei Jahre eine
gemeinsame Weihnachtsfeier (im Wechsel mit einem Weihnachtsbasar), wobei die Schule eine Nachmittagsveranstaltung
für Eltern, Großeltern u s.w. gestaltet. Zusätzlich bereichern eine Einschulungsfeier, eine Abschlussfeier für die
Schulabgänger, jahreszeitenbezogene Projekttage, wöchentliches gemeinsames Adventssingen, eine gemeinsame
Faschingsfeier, Vorlesewettbewerbe, Projektwochen, Klassenreisen, Autorenlesungen und ein mit dem Pastor gemeinsam
vorbereitetes Ernte-Dank-Fest unser Schulleben.
3.7. ... mit anderen Institutionen
- Universität Flensburg: Wir bilden regelmäßig Studenten in studiumsbegleitenden Praktika aus.
- Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH): Auch für die zweite Phase
der Lehrerausbildung stehen wir als Ausbildungsschule zur Verfügung.
- ...
4. Lehrerausbildung
4.1. Allgemein
Das Ausbildungskonzept regelt ergänzend zu den Bestimmungen der OVP die
Ausbildung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV) an der Grundschule Nübbel in
Kooperation mit der Grund- und Gemeinschaftsschule Fockbek.
Im Abstand von zwei bis vier Monaten finden Absprachen aller Beteiligter statt, um das
Konzept weiter zu entwickeln.
4.2. Leitlinien/Grundsätze
Wir wollen Ausbildungsschule sein, um unsere eigenen Erfahrungen hinsichtlich
Unterricht und Schulentwicklung weiterzugeben und auch um die Möglichkeit zu bieten,
unterschiedlich große Schulsysteme zu vergleichen. Durch die Arbeit der LiV an unserer
Schule sollen neue pädagogische und fachliche Erkenntnisse der Hochschule und des
IQSH in das Schulleben einbezogen und unser eigener Unterricht sowie die schulische
Entwicklung reflektiert werden.
4.3. Durchführung und Organisation
4.3.1. Rahmenbedingungen
- Der Schulleiter und die Ausbildungslehrkräfte (AL) sind verantwortlich für die Ausbildung der LiV (Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst).
- An der Schule werden nicht mehr als zwei LiV gleichzeitig ausgebildet.
- Ihr Unterricht ist in Absprache mit der Kooperationsschule auf zwei oder drei Tage in der Woche zu verteilen.
- Nach Möglichkeit sollte ihr Einsatz in verschiedenen Klassenstufen und Klassen erfolgen.
- Die Schule verzichtet darauf, die LiV an modulfreien Tagen einzusetzen.
- Hospitationsstunden und Unterrichtsstunden unter Anleitung werden nicht für Vertretungszwecke genutzt und liegen nach Möglichkeit nicht in der 5. und 6. Stunde.
- Die LiV erteilen nach Möglichkeit keinen zusätzlichen und fachfremden Vertretungsunterricht.
4.3.2. Aufgaben der Lehrkräfte in Ausbildung (LiV)
Die LiV führen in der Regel 10 Stunden eigenverantwortlichen Unterricht pro Woche in
ihren Ausbildungsfächern durch. Je eine Stunde wöchentlich erteilen sie Unterricht unter
Anleitung der AL und hospitieren im Unterricht der AL. In diesen Stunden können die LiV
nach gemeinsamer Planung eine Unterrichtsphase gestalten und durchführen.
Zu jeder Unterrichtsstunde, in der die AL hospitiert, fertigen die LiV eine Verlaufsskizze mit
den angestrebten Kompetenzen an (Kompetenzen sind schwerpunktmäßig darzustellen).
Das eingesetzte Arbeitsmaterial wird in Kopie beigefügt.
Zu den Besuchen des Studienleiters fertigen die LiV eine dreiseitige Unterrichtsvorbereitung
im jeweiligen Fach an.
Die LiV besuchen das Netzwerk der Grund- und Gemeinschaftsschule Fockbek. Sie sorgen
dafür, dass die AL über den Inhalt der besuchten Module informiert werden. Ihnen händigen sie
eine Übersicht über die zu besuchenden Module, um zu gewährleisten, dass die Inhalte
Eingang in die Unterrichtsgestaltung finden.
Am Ende jedes Ausbildungssemesters besprechen die LiV ihr Portfolio mit den
Ausbildungslehrkräften.
An folgenden schulischen Veranstaltungen nehmen sie verpflichtend teil:
als Gast an 2 Schulkonferenzen,
Lehrerkonferenzen (in Absprache mit der Kooperationsschule),
Fachkonferenzen,
Schulfesten (in Absprache mit der Kooperationsschule),
Elternabenden,
Elterngesprächen,
Klassenfahrt (ggf. Organisation), falls die Möglichkeit vorhanden sein sollte.
4.3.3. Aufgaben der Ausbildungslehrkräfte (AL)
Die AL begleiten die LiV während der Ausbildungszeit, leiten sie an und beraten sie in der
fachlichen und pädagogischen Arbeit unter Einbeziehung der Ausbildungsstandards. Vor
Beginn des Vorbereitungsdienstes führen die AL ein Gespräch mit den LiV über die
schulische und unterrichtliche Arbeit sowie die Gestaltung der Zusammenarbeit.
Die AL führen pro Woche in einer festgelegten Unterrichtsstunde ein Beratungsgespräch;
diese ist im Stundenplan gesteckt. Die Ergebnisse der Besprechung werden schriftlich
festgehalten und die Umsetzung überprüft.
Inhalt der Beratungsstunde:
Nachbereitung der Hospitationsstunde,
grundsätzliche Fragen der LiV,
fachliche Planung und Beratung,
Führung des Klassenbuches,
Planung und Durchführung des Unterrichtsvorhabens für die Hausarbeit.
Die AL führen pro Semester ein Orientierungsgespräch mit den LiV (März/September).
Grundlage des Gesprächs bildet der Fragebogen. Er sollte der LiV mindestens eine Woche vor dem Gespräch in Kopie
ausgehändigt werden.
4.3.4. Aufgaben der Schulleitung
Die Schulleitung begleitet die LiV während der Ausbildungszeit, leitet sie an und berät sie in
der fachlichen und pädagogischen Arbeit unter Einbeziehung der Ausbildungsstandards.
Zu Beginn des Vorbereitungsdienstes führt sie ein einführendes Gespräch über Organisation
und allgemeine Abläufe des Schullebens. Sie übergibt ihnen ein Exemplar des
Ausbildungskonzeptes.Einmal pro Semester und Fach besucht der Schulleiter eine Unterrichtsstunde der LiV und
führt im Anschluss ein ausführliches Beratungsgespräch. Nach Möglichkeit nimmt die
jeweilige AL teil.Die dienstliche Beurteilung der LiV für die Zweite Staatsprüfung wird mit den
Ausbildungslehrkräften besprochen.
4.4. Kooperation
Die Grund- und Gemeinschaftsschule Fockbek ist unsere Kooperationsschule. Die LiV
unterrichten während der zweijährigen Ausbildungszeit die gesamte Zeit über an beiden
Schulen. Nach Möglichkeit werden sie in beiden Schulen nur an zwei bis drei Tagen
eingesetzt, um ein tägliches Pendeln zu vermeiden. Die LiV besuchen an beiden Schulen
die Lehrerkonferenzen und Schulfeste, sie sprechen jedoch im Vorwege mit beiden
Schulleitern ab, welche Termine sie wahrnehmen, um Doppelbelastungen zu vermeiden.
4.5. Prinzipien der Unterrichtsgestaltung
Die LiV planen ihren Unterricht unter Einbeziehung entwicklungspsychologischer
Erkenntnisse und der Bildungsstandards. Entsprechend der Ausbildungsstandards ist der Unterricht geprägt von:
Handlungsorientierung,
Lernen mit allen Sinnen,
Differenzierung,
Feedback,
Schülerzentrierung.
4.6. Mitwirkung am Schulleben und Einbindung in das Kollegium
Die LiV werden in die Arbeit der Konferenzen und Fachkonferenzen eingebunden. Sie
berichten in der jeweiligen Fachkonferenz über Inhalte der fachspezifischen Module und
stellen die entsprechenden Arbeitsmaterialien vor.
Auf eigenen Wunsch und mit Zustimmung der entsprechenden Lehrkraft hospitieren die LiV
im Unterricht der Kolleginnen und Kollegen.
4.7. Inhalte der weiteren Arbeit am Ausbildungskonzept
Im Abstand von zwei bis vier Monaten finden Absprachen aller Beteiligter statt, um das
Konzept weiter zu entwickeln.
5. Wir entwickeln uns weiter...
Das Schulprogramm (entstanden im Schuljahr 2001/2002) wird im zweijährigen Rhythmus u. a. durch Befragungen von Kindern, Lehrern und Eltern regelmäßig überarbeitet.
Alle zwei Jahre führen wir eine Befragung von Eltern, Kindern und Lehrkräften durch. Eine übereinstimmend
hohe Zufriedenheit von Schüler/innen, Eltern und Lehrkräften mit ihrer Schule ist bislang festgestellt worden.
In Fach- und Lehrerkonferenzen setzen wir uns intensiv mit den Bildungsstandards und mit den
Bereichen, in denen wir uns verbessern wollten, auseinander.
Nach der Durchführung des Projektes zur "Selbstbehauptung und Gewaltprävention" in Zusammenarbeit mit Herrn
Johan Mouton konnten wir eine größere Rücksichtnahme der Kinder untereinander und ein höheres Maß an gewaltfreier
Konfliktbewältigung - unterstützt durch ein reichhaltiges Sportangebot - beobachten. Um die Nachhaltigkeit dieses
Trainings zu gewährleisten und die Kinder weiter für eine friedliche Konfliktlösung zu sensibilisieren, planen wir
demnächst eine Fortsetzung. Auch die Eltern sollen in Form von Elternabenden in das Thema "Gewaltfreier Umgang
Miteinander" eingebunden werden. Zusätzlich nehmen wir an dem Projekt "Klasse 2000" teil (siehe 2.1.)
Seit dem Schuljahr 2006/07 bieten wir in den Klassen 3 und 4 das Fach Technisches Werken an. Die Verstärkung
des Handwerklichen fördern wir außerdem durch die Errichtung eines Schulgartens, regelmäßig durchgeführte
Kreativwettbewerbe und eine von Müttern ins Leben gerufene Holz-AG. Der Schulgarten wird durch eine Elterninitiative
und eine Schulgarten-AG sowie eine Kollegin betreut. Alle Klassen haben regelmäßig die Gelegenheit sich dort zu
betätigen.
Als weiteres Ziel hatten und haben wir uns das Fordern und Fördern jedes einzelnen Kindes gesetzt:
Kinder dort abzuholen, wo sie stehen
und erkennen, wohin sie gehen können,
sie zu und in ihrem Besten fördern -
das ist unser Anliegen.
Eine qualitative Differenzierung wird von uns bereits in vielen verschiedenen Bereichen umgesetzt. Dennoch werden wir
in der täglichen Unterrichtsarbeit sowie in Fachkonferenzen, die wir auch gemeinsam mit den Nachbarschulen
durchführen, ständig überprüfen, ob Aufgabenstellungen an das Leistungsniveau der Schüler/innen angepasst sind;
u. a. durch gemeinsame Erarbeitung von Unterrichtsthemen und den Austausch von Unterrichtsmaterialien sowie
-konzepten . Die praktische Umsetzung erfolgt durch handlungsorientierte Lernangebote, das Ansprechen verschiedener
Sinne z. B. durch Fühlkisten etc., den Einsatz von Partner- und Gruppenarbeit, die Benennung von Lernexperten
u. a. im Werkstattunterricht, das Angebot von Arbeitsmaterialien in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden
(auch Spiele, Logico, Klammerkarten, Computerprogramme, . . .).
5. Unsere Zukunft
Die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Schulprogrammes ist uns ein Anliegen und hat in
vielen Lehrerkonferenzen als Tagesordnungspunkt einen festen Platz. Im Schuljahr 2011/2012 werden wir unsere
Zielprojekte durch Befragungen von Eltern und Kinder neu überprüfen. Aus den Ergebnissen können sich dann neue
Aktivitäten und Perspektiven für unsere Schule ergeben.
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